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CHRISTIAN PALKH
(1961-2002)

*Wien 2.10.1961
+Wien 4.9.2001
Beruf: Betriebswirtschaftler
Werkverzeichnis
-Zwischen zwei Augenblicken
INTERNATIONALER LITERATURVERLAG
1986
Ein Erzähl- und Gedichtband des österreichischen Pendents zu Charles Bukowski.
Ein Hilfeschrei wie man ihn nicht überhören sollte.

Michael Ruis, Korneuburg, über: Christian Palkh

Ein Tormann, ein Schriftsteller, ein Komponist, ein Träumer ….
dieser Satz würde nun nach Langem enden mit: ein Genie, ein am Leben Gescheiteter.
Ein Mann, für mich immer noch ein junger Mann, der die deutsche Sprache in einem Maße beherrschen konnte, wenn er wollte, dass wir in der Phase unseres Mittelschullebens an unsere rhetorischen Grenzen stoßen mußten, wenn wir uns an ihm messen wollten.
Christian Palkh hat mit 14 Jahren ein Buch begonnen, das er leider jetzt schon beenden kann: Ewigkeit.
Was hat er uns mit neuen Überarbeitungen gequält, wie schlimm war die Folter, wenn er ein neues Kapitel preisgab? Allerdings wie bewundernd anerkannten wir seine unglaubliche Fähigkeit Gedanken zu Papier zu bringen.
Und dieser begnadete Sprachkünstler verfiel zur allgemeinen Belustigung sehr oft in einen wiener Dialektwahn, der seinesgleichen suchen wird.
Hier drei Highlights: Im Autobus 35A der 16jährige Palkh zu einem 10jährigen: „Oida hau an Druckinger“. Übersetzt: Er möge die Fahrerklingel betätigen.
Christian über den Länderspielgegner Portugal: „De von de Portugaller“ – Kommentar überflüssig. Legende sein Vienna-Anpfiffschrei: „Schüüüützenfeeest!!!!“
Genau das machte aus dem genialen Menschen Christian Palkh den liebenswerten Christian. Und kann es Zufall sein, dass man im Fußball den Verrückten in der Mannschaft immer im Tor findet? Um Tormann zu sein muß man Tormann sein, was das heißt, weiß jeder, der einen Tormann kennt – und Christian Palkh war ein Tormann.

Warum sind es in einer guten Beziehung immer die kleinen Fehler, die einem einen Menschen wirkich liebenswert machen? Warum komme ich nun auf das?
Weil es mir eben jetzt einfällt. Es ist doch wirklich ein kleiner Fehler, wenn man „Yesterday“ von den Beatles ein wenig im Tempo variiert und im Text das eine oder andere Wort ändert. Und genau das hat Christian mit uns als Komponist öfters gemacht, und wir haben ihn entlarvt, und wir haben hinter seinem Rücken deswegen über ihn gelästert. Und genau darüber würden wir mit ihm heute gerne lachen können, weil es ein wirklich kleiner Fehler war.

Und da war die Liebe. Warum habe ich nie einen Menschen getroffen, der so nach Liebe süchtig war? Warum habe ich nie einen Menschen getroffen, der auch so oft seine Liebe gefunden hatte? Warum aber habe ich nie einen Menschen getroffen, dessen Liebe so oft an einen seiner Freunde vergeben war? Wir haben deswegen gelacht über dich, wir waren deswegen böse auf dich, doch haben wir genug mit dir darüber gesprochen?
In den letzten Jahren haben sich unsere Wege getrennt und der Kontakt war spärlich bis zufällig. Aus der Ferne habe ich von deinem Kampf gegen einen Feind gehört, der sich als übermächtig herausstellen sollte. Ein Feind, den wir gemeinsam des öfteren provoziert haben, der aber an dir seine Gnadenlosigkeit beweisen sollte.
In einer unserer philospohischen Stunden definierten wir das sogenannte „neos“ als die Aufhebung aller Gegensätze.
Dort hoffe ich dich wieder zu treffen …

Ich liebe Dich.

DAS BUCH:
Ich möchte ein Exemplar zum Preis von 11. —Euro bestellen:
e-mail: wul@hotstuff.cc

KENNEN SIE ….

EDUARD BREIER
(1811-1886)

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